
Beispiel: Produktion
Protected areas
01 / Lagerräume
Schutzbereich
Lagerräume dienen der geordneten Aufbewahrung von Materialien, Produkten und Betriebsmitteln. Je nach Nutzung können dort Büro- und Verbrauchsartikel, Reinigungs- und Hygieneprodukte, Werkzeuge, Ersatzteile oder Verkaufswaren untergebracht sein. In einigen Fällen sind auch Kühl- oder Tiefkühlzellen integriert, die besondere Anforderungen an Lüftung, Temperaturregelung und Brandschutz stellen. Die Vielfalt der eingelagerten Güter und Verpackungsmaterialien führt zu unterschiedlichen Brandlasten und erfordert ein abgestimmtes Schutzkonzept.
Risiken
- Kurzschlüsse in elektrischen Leitungen oder Verteilerschränken
- Unachtsam entsorgte Zigaretten oder andere Zündquellen
- Hohe Brandlast durch dicht gelagerte Materialien und Verpackungen
- Schnelle Brandausbreitung bei fehlender Brandabschnittstrennung
- Überhitzung von Geräten oder Beleuchtungssystemen
Brandschutz
Für Lager- und Logistikbereiche kommen vorwiegend Sprinkler- oder Sprühwasserlöschanlagen zum Einsatz. Sie gewährleisten eine flächendeckende Kühlung und schnelle Brandunterdrückung, wobei Sprinkler je nach Lagertyp auch direkt in Regalsysteme integriert werden können. Tiefkühlzellen werden mithilfe von Trockensprinklern sicher in das Löschkonzept eingebunden, um das Einfrieren des Rohrnetzes zu verhindern.
In abgeschlossenen oder besonders wertstoffhaltigen Lagerräumen ergänzt AccurateFlow den Schutz wirkungsvoll. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird die Sauerstoffkonzentration reduziert und eine Verbrennung zuverlässig unterdrückt – rückstandsfrei, materialschonend und wartungsarm
02 / Lack- und Farblager
Schutzbereich
Lack- und Farblager zählen zu den besonders sensiblen Gefahrgutbereichen, da hier brennbare Flüssigkeiten, Verdünner und Lösungsmittel gelagert werden. Aufgrund der hohen Brand- und Explosionsgefahr unterliegen diese Räume strengen gesetzlichen Vorgaben. Dazu gehören Auffangwannen, Löschwasserrückhaltung, explosionsgeschützte Beleuchtung und belüftete Regalsysteme. Häufig sind Farbmischräume mit Pump- oder Dosiereinrichtungen integriert, die zusätzliche Brandlasten und Zündquellen darstellen.
Risiken
- Technische Defekte an Pumpen, Misch- oder Dosiereinrichtungen
- Überhitzung elektrischer Komponenten und Leuchten
- Hohe Brandlast durch gelagerte Lacke, Verdünner und Lösungsmittel
- Entzündung von Dämpfen bei unzureichender Belüftung
Brandschutz
Für Lack- und Farblager eignen sich Sprinkleranlagen mit Schaummittelzumischung, die Brände flächendeckend bekämpfen und die Ausbreitung brennbarer Flüssigkeiten effektiv verhindern. Das Schaummittel bildet eine luftdichte Schicht auf der Oberfläche, unterdrückt Dämpfe und verhindert eine Wiederentzündung.
In geschlossenen oder besonders sensiblen Lagerräumen bietet AccurateFlow eine ideale Ergänzung. Die Inertgas-Technologie (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) unterdrückt Brände rückstandsfrei und vermeidet chemische Reaktionen mit den gelagerten Stoffen – sauber, materialschonend und wartungsarm.
Die Branddetektion erfolgt über Flammen- und Wärmemelder, die an eine zentrale Brandmeldeanlage gekoppelt sind und eine schnelle, präzise Aktivierung der Löschsysteme sicherstellen.
03 / Filteranlagen
Schutzbereich
Filteranlagen werden in nahezu allen industriellen Produktionsprozessen eingesetzt, in denen Stäube, Partikel oder Dämpfe entstehen. Sie reinigen die Prozessluft, schützen nachgeschaltete Anlagenteile und tragen zur Betriebssicherheit bei. Besonders feine und brennbare Stäube entstehen beim Fräsen, Schleifen, Schneiden oder Polieren von Holz, Kunststoffen, Metallen oder Verbundwerkstoffen. Über Rohrleitungssysteme sind die Filtereinheiten eng mit Absaug- und Fördersystemen verbunden – wodurch sie ein zentrales, aber auch brandgefährdetes Element der Gesamtanlage darstellen.
Risiken
- Bildung explosionsfähiger Atmosphären durch staubbeladene Luft
- Entzündliche Ablagerungen in Filtertaschen oder Zyklonabscheidern
- Einschleppung von Glutnestern über Absaugleitungen
- Schnelle Brandausbreitung im Filtergehäuse oder Sammeltrichter
- Sekundärexplosionen durch aufgewirbelte Feinstäube
Brandschutz
Filteranlagen erfordern ein besonders schnelles und rückstandsfreies Löschverfahren, das empfindliche Filtermedien schont und die Explosionsgefahr minimiert. AccurateFlow bietet hierfür eine hochwirksame Lösung: Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird der Sauerstoffgehalt unter die Entzündungsgrenze abgesenkt. Brände werden in Sekunden erstickt, Wiederzündungen zuverlässig verhindert.
Bei offenen oder großvolumigen Filtereinheiten kann ergänzend ein fein zerstäubendes Wassernebelsystem eingesetzt werden, das Hitze und Rauch effektiv reduziert.
Die Auslösung erfolgt automatisch über die Brandmeldeanlage mit Temperatur-, Flammen- oder Rauchdetektion für eine präzise und schnelle Reaktion im Ernstfall.
04 / Produktions- und Montagehallen
Schutzbereich
Produktions- und Montagehallen bieten großzügige Flächen für Maschinen, Fertigungslinien und Fördertechnik. Häufig sind sie offen gestaltet, sodass Produktions-, Lager- und Transportzonen nahtlos ineinandergreifen. Automatisierte Systeme und hohe Leistungsdichten erfordern eine stabile Energieversorgung und erzeugen zugleich erhöhte Brandgefahren. Offene Bauweisen ohne feste Brandabschnitte begünstigen eine schnelle Brandausbreitung über große Bereiche hinweg.
Risiken
- Elektrische Defekte an Maschinen, Steuerungen oder Energieverteilungen
- Brennbare Produktions- und Verpackungsmaterialien
- Rasche Brandausbreitung durch offene Hallenstrukturen
- Überhitzung stark beanspruchter Anlagenkomponenten
Brandschutz
Für großflächige Fertigungs- und Montagezonen bieten automatische Sprinkleranlagen den zuverlässigsten Schutz. Das Prinzip des selektiven Löschens ermöglicht eine gezielte Brandbekämpfung nur im betroffenen Bereich – die übrige Produktion bleibt weitgehend unbeeinträchtigt.
Je nach Prozessumgebung und Materialbeschaffenheit können fein zerstäubende Wassernebel- oder Schaumlöschsysteme eingesetzt werden, um Löschwassermengen zu reduzieren, empfindliche Anlagen zu schützen und Sekundärschäden zu vermeiden.
Die Auslösung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Rauch-, Wärme- oder Multisensor-Detektion, die eine schnelle und präzise Reaktion sicherstellt.
Durch die Kombination aus flächendeckendem Wasserschutz und intelligenter Steuerung wird ein hohes Maß an Betriebssicherheit und Produktionskontinuität gewährleistet.
05 / Gefahrgut- und VbF-Lager
Schutzbereich
Gefahrgut- und VbF-Lager (nach der Verordnung über brennbare Flüssigkeiten) dienen der sicheren Aufbewahrung von Stoffen, die leicht entzündlich, explosionsgefährlich, gesundheitsschädlich oder umweltgefährdend sind. Sie können als separate Gebäude, abgeschlossene Räume oder in bestehende Produktionsanlagen integriert sein.
Die Planung dieser Lager unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen – darunter Auffangwannen, Löschwasserrückhaltung, explosionsgeschützte Ausrüstung und die Vermeidung potenzieller Zündquellen. Ziel ist ein ganzheitlicher Schutz von Menschen, Umwelt und Infrastruktur bei gleichzeitig hoher Betriebssicherheit.
Risiken
- Schnelle Brandausbreitung durch hochentzündliche Flüssigkeiten und Dämpfe
- Chemische Reaktionen zwischen Brandgut und Löschmitteln
- Gefahrstoffaustritt mit Risiken für Personal und Umwelt
- Explosionen oder Druckanstiege in geschlossenen Behältern
- Extreme Hitzeentwicklung bei Flüssig- und Chemikalienbränden
Brandschutz
Der Brandschutz in Gefahrgutlagern richtet sich nach Art und Menge der gelagerten Stoffe.
AccurateFlow bietet hier eine besonders geeignete Lösung: Die Inertgas-Technologie (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) senkt den Sauerstoffgehalt gezielt ab und unterdrückt Brände rückstandsfrei, ohne chemische Reaktionen mit den eingelagerten Medien zu verursachen.
Die Auslösung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Flammen- oder Wärmedetektion, die eine schnelle und präzise Aktivierung gewährleistet.
Bei hoher Brandlast oder größeren Volumina kommen ergänzend Wassernebel- oder Schaumlöschsysteme zum Einsatz, die für eine effektive Kühlung und Dampfunterdrückung sorgen.
Sofern die Löschwassermengen keine Schäden am Lagergut verursachen, können auch Hochdrucksysteme (z. B. Marioff) oder Niederdrucksprinkleranlagen (VID Firekill, Econaqua) integriert werden.
06 / Parkbereiche
Schutzbereich
Parkbereiche und Tiefgaragen sind integrale Bestandteile moderner Gebäudestrukturen. Sie dienen Mitarbeitenden, Kundinnen und Besucherinnen als Abstellflächen und sind häufig mehrstöckig oder unterirdisch angelegt. Aufgrund der hohen Fahrzeugdichte, der eingeschränkten Luftzirkulation und der intensiven Nutzung stellen sie besondere Anforderungen an Lüftung, Entrauchung und Brandschutz. Neben der Sicherheit von Personen stehen hier vor allem die Eindämmung von Fahrzeugbränden und die Vermeidung von Rauchausbreitung im Vordergrund.
Risiken
- Technische Defekte an Fahrzeugen (z. B. Kurzschlüsse, Batterie- oder Kraftstoffbrände)
- Unachtsames Rauchen oder offenes Feuer
- Brandstiftung oder vorsätzliche Zündquellen
- Schnelle Brand- und Rauchentwicklung durch enge Bebauung
- Hitzestau und unzureichende Entrauchung in tieferliegenden Zonen
Brandschutz
In Parkhäusern und Tiefgaragen werden bevorzugt wasserbasierte Löschsysteme eingesetzt, um Brände schnell zu unterdrücken und eine Ausbreitung auf benachbarte Fahrzeuge zu verhindern. Wassernebelanlagen von Marioff oder der Einsatz von VID Firekill-Löschdüsen bieten eine besonders effiziente und ressourcenschonende Lösung, da sie mit geringem Wasserverbrauch eine starke Kühlwirkung erzielen und Folgeschäden minimieren.
Bei großen Raumhöhen oder weitläufigen Parkdecks kommen automatische Sprinkleranlagen zum Einsatz, die über das vorhandene Löschwassernetz gespeist werden und eine gleichmäßige Flächenabdeckung gewährleisten. Durch den Einsatz einer Brandmeldeanlage mit Rauch- oder Wärmesensorik wird eine frühzeitige Alarmierung sichergestellt – für maximalen Personen- und Sachschutz in stark frequentierten Parkzonen.
07 / Mechanische Förderanlagen
Schutzbereich
Mechanische Förderanlagen sind ein wesentlicher Bestandteil vieler industrieller Produktionsprozesse. Sie transportieren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe über Band-, Rollen- oder Kettenförderer zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen. Die Anlagen können offen oder eingehaust ausgeführt sein und verlaufen häufig über mehrere Ebenen und Gebäudebereiche. Aufgrund der permanenten Bewegung, der Reibung und der Nähe zu weiteren Produktionsanlagen stellen sie ein erhöhtes Brandrisiko dar, das eine schnelle und gezielte Löschreaktion erfordert.
Risiken
- Überhitzung von Rollenlagern, Antrieben oder Wellen
- Funkenbildung durch Wartungs- oder Schweißarbeiten
- Selbstentzündung des Förderguts durch Reibung oder Materialablagerungen
- Brandausbreitung entlang der Förderstrecken
- Erschwerte Brandbekämpfung durch geschlossene Konstruktionen oder Materialströme
Brandschutz
Für Förderanlagen werden Sprühwasserlöschsysteme eingesetzt, die eine sofortige und flächendeckende Reaktion entlang der gesamten Förderstrecke ermöglichen. Sie unterdrücken offene Flammen effektiv und verhindern eine Brandausbreitung auf benachbarte Anlagenteile.
In sensiblen Produktionsbereichen oder bei geringem Wasserbedarf kommen fein zerstäubende Wassernebelanlagen zum Einsatz. Sie senken Temperaturen rasch ab, binden Rauchpartikel und minimieren Folgeschäden.
Die Detektion erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Flammen- oder Multisensor-Brandgasmeldern, die Temperatur- und Rauchveränderungen präzise erfassen.
08 / Anlieferung
Schutzbereich
Anlieferzonen dienen der Aufnahme und Zwischenlagerung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und bilden damit einen zentralen Bestandteil des innerbetrieblichen Materialflusses. Je nach Anlagenkonzept erfolgt die Anlieferung im Freien oder innerhalb überdachter Hallenbereiche – häufig existieren beide Varianten parallel. Charakteristisch sind eine hohe Fahrzeugfrequenz, intensiver Staplerverkehr und zeitweise gelagerte Materialien. Diese Faktoren führen zu einem erhöhten Brandrisiko, das ein zuverlässiges und anpassungsfähiges Schutzkonzept erfordert.
Risiken
- Selbstentzündung von angelieferten oder gelagerten Materialien
- Entstehung explosionsfähiger Atmosphären durch Staub oder Dämpfe
- Brandstiftung oder achtlos entsorgte Zigarettenreste im Außenbereich
- Technische Defekte an LKWs, Ladeeinrichtungen oder Fördermitteln
- Schnelle Brandausbreitung durch offene Bauweise und Luftzug
Brandschutz
In offenen Ladezonen und Außenbereichen kommen Infrarot- oder Wärmebildsysteme zur frühzeitigen Überwachung von Temperaturanstiegen zum Einsatz. Wird ein Hot Spot erkannt, erfolgt eine automatische Alarmierung der Brandmeldezentrale.
Zur gezielten Brandbekämpfung werden stationäre oder ferngesteuerte Löschmonitore eingesetzt, die wasser- oder schaumbasierte Löschmittel präzise auf den Brandherd richten und gleichzeitig angrenzende Strukturen kühlen.
In überdachten Hallenbereichen sorgen Sprinkler- oder Sprühwasserlöschsysteme für eine flächendeckende Brandunterdrückung – auch bei großen Raumhöhen oder erhöhtem Staubaufkommen.
Die Aktivierung erfolgt automatisch über eine Brandmeldeanlage mit Rauch-, Flammen- oder Wärmedetektion, die an die jeweiligen Umgebungsbedingungen angepasst ist und eine schnelle Reaktion sicherstellt.
09 / Trocknungssysteme
Schutzbereich
Trocknungssysteme sind zentrale Bestandteile vieler industrieller Produktionsprozesse. Sie dienen zur Reduzierung der Materialfeuchte bei Stoffen wie Holzspänen, Furnieren, Klärschlamm oder Tierfutter. Während des Betriebs werden kontinuierlich brennbare Materialien bewegt und hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Anlagen sind meist in komplexe Systeme aus Förder-, Absaug- und Kühlluftleitungen eingebunden und über Materialzufuhr- und Entnahmestellen mit weiteren Produktionsstufen verbunden. Aufgrund der Kombination aus Wärme, Staub und brennbaren Medien stellen sie einen besonders brandgefährdeten Bereich dar.
Risiken
- Überhitzung, Reibung oder Maschinenbruch im laufenden Betrieb
- Einschleppung von Glutnestern über Förder- oder Zuführsysteme
- Ablagerungen brennbarer Stäube oder Rückstände im Trockner
- Entzündung von Thermoölen oder Schmierfetten
- Rasche Brandausbreitung durch Luftströme und Staubkonzentrationen
Brandschutz
Für Trocknungssysteme werden bevorzugt fein zerstäubende Wasserlöschsysteme (beispielsweise von Marioff, VID Firekill oder Econaqua) eingesetzt, die Brände schnell und gezielt unterdrücken. Der erzeugte Wassernebel bindet Wärme effektiv, kühlt den Brandherd und reduziert die Löschwassermenge deutlich im Vergleich zu herkömmlichen Sprinklersystemen – ideal für sensible Produktionsumgebungen.
In angrenzenden Steuerungs-, Filter- oder Förderbereichen ergänzt AccurateFlow den Schutz wirkungsvoll: Durch den Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird die Sauerstoffkonzentration gezielt reduziert und das Risiko von Nachzündungen zuverlässig verhindert – rückstandsfrei und materialschonend.
10 / Prüfstände
Schutzbereich
Prüfstände werden in zahlreichen Industriebereichen eingesetzt – von der Automobil- und Energiebranche bis zur Werkstoffprüfung. Sie dienen der Simulation extremer Betriebsbedingungen wie Temperatur, Druck oder Vibrationen sowie der Qualitätssicherung komplexer Komponenten. Je nach Anwendung sind sie als geschlossene Testzellen oder offene Prüffelder ausgeführt und verfügen über elektrische, mechanische und hydraulische Systeme mit hoher Leistungsdichte.
Risiken
- Überhitzung von Prüflingen, Antrieben oder Testeinrichtungen
- Leckagen von Kraftstoffen, Hydraulikölen oder Kühlmedien
- Elektrische Defekte oder Kurzschlüsse in Mess- und Steuerungssystemen
- Heiße Oberflächen oder Funkenbildung als potenzielle Zündquellen
Brandschutz
Der Brandschutz an Prüfständen richtet sich nach den spezifischen Testbedingungen.
In geschlossenen Prüfkammern oder Motorenprüfständen gewährleistet AccurateFlow eine zuverlässige, rückstandsfreie Brandunterdrückung. Die Inertgas-Technologie mit Stickstoff (IG-100), Argon (IG-01), IG-55 oder IG-541 senkt den Sauerstoffgehalt präzise ab und verhindert Folgeschäden an empfindlicher Sensorik und Elektronik.
In offenen oder teiloffenen Prüfbereichen bieten fein zerstäubende Wassernebel-Systeme eine wirksame Kühlung und Brandbegrenzung bei minimalem Wassereinsatz.
Die Branddetektion erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Flammen-, Wärme- oder Ansaugrauchmeldern, die bereits in der Frühphase auf Temperaturanstiege oder Rauchpartikel reagieren und so eine schnelle Auslösung sicherstellen.
11 / Pneumatische Absaug- und Fördereinrichtungen
Schutzbereich
Pneumatische Absaug- und Fördersysteme dienen in industriellen Anlagen dem Transport und der Entfernung von Materialien wie Holzstaub, Kunststoffgranulat, Papierfasern oder Lebensmittelbestandteilen. Sie verbinden Bearbeitungsmaschinen, Filteranlagen und Silos über ein verzweigtes Rohrleitungssystem, in dem große Luftmengen mit hoher Geschwindigkeit bewegt werden. Durch Reibung, Materialbewegung und Prozesswärme entsteht ein erhöhtes Brand- und Explosionspotenzial, das ein speziell abgestimmtes Schutzkonzept erfordert.
Risiken
- Einschleppung von Funken, heißen Partikeln oder Glutnestern aus Maschinen
- Staubexplosionen durch hohe Konzentration brennbarer Stäube
- Reibungswärme an Umlenkstellen, Drosselklappen oder Ventilatoren
- Zündquellen durch metallische Fremdkörper oder mechanische Beschädigungen
- Brandausbreitung über Rohrleitungen in nachgeschaltete Anlagenbereiche
Brandschutz
In pneumatischen Förderleitungen werden automatische Funken- und Gluterkennungssysteme eingesetzt. Infrarotdetektoren überwachen den Förderstrom kontinuierlich und erkennen Wärmestrahlung vorbeifliegender Partikel in Echtzeit. Bei Erfassung eines Funkens aktiviert das System innerhalb von Millisekunden die Löschautomatik: Schnellschließende Düsen erzeugen einen feinen Wasserschleier, der Partikel sofort abkühlt, ohne den Materialfluss zu unterbrechen.
In nachgeschalteten Bereichen – etwa Filterkammern, Sammelbehältern oder Steuerungseinheiten – ergänzt AccurateFlow das Schutzkonzept. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) werden Glutreste und Nachzündungen zuverlässig unterdrückt – rückstandsfrei, materialschonend und wartungsarm.
12 / Elektro- & Schalträume
Schutzbereich
Elektro- und Schalträume sind zentrale Steuer- und Verteilbereiche industrieller Anlagen. Sie enthalten Schaltfelder, Steuergeräte und Kommunikationskomponenten, die den Betrieb elektrischer und automatisierter Prozesse sichern. Die Anlagen sind häufig auf Doppelböden installiert, unter denen umfangreiche Verkabelungen verlaufen. Aufgrund der hohen Energiedichte und der Bedeutung für die Gesamtanlage können bereits kleine Störungen zu Produktionsausfällen oder Systemfehlern führen.
Risiken
- Elektrische Kurzschlüsse durch Überlastung oder Isolationsfehle
- Überhitzung infolge unzureichender Belüftung
- Entzündung von Kabelisolierungen oder Kunststoffgehäusen
- Technische Defekte oder Bedienfehler
- Staub- und Schmutzablagerungen in Schaltfeldern
Brandschutz
AccurateFlow schützt Elektro- und Schalträume durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) und sorgt für eine schnelle, rückstandsfreie Brandunterdrückung. Die Sauerstoffkonzentration wird so weit reduziert, dass die Verbrennungsreaktion stoppt, ohne die empfindliche elektrische Infrastruktur zu beeinträchtigen.
Die Aktivierung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit hochsensitivem Rauchansaugsystem oder punktförmiger Detektion. Dadurch wird eine frühzeitige Auslösung sichergestellt – für maximale Betriebssicherheit und minimale Stillstandszeiten.
13 / Leitstände
Schutzbereich
In Leitständen werden sämtliche Steuerungs-, Überwachungs- und Sicherheitsprozesse einer Anlage gebündelt. Hier laufen Daten aus verschiedenen Systemen zusammen, Betriebszustände werden kontrolliert und Störmeldungen ausgewertet – häufig im 24-Stunden-Betrieb. Die Räume sind mit Steuerungspulten, Monitoren und umfangreicher IT- und Kommunikationstechnik ausgestattet. Aufgrund der hohen Gerätekonzentration, der Dauerlast und der zentralen Bedeutung für den Anlagenbetrieb gelten Leitstände als besonders sensible Bereiche.
Risiken
- Kurzschlüsse oder technische Defekte an Steuerungs- und Überwachungssystemen
- Überhitzung von Rechnern, Displays oder Serverkomponenten
- Lokale Wärmestauungen durch unzureichende Belüftung
- Schnelle Brandausbreitung in dicht verbauter Elektronik
- Rauchentwicklung mit Beeinträchtigung von Sicht und Funktion
Brandschutz
Leitstände können in den allgemeinen Gebäudeschutz mit Sprinkler- oder Preaction-Systemen eingebunden werden. Letztere verhindern durch eine doppelte Brandbestätigung eine unbeabsichtigte Auslösung und schützen dadurch empfindliche Elektronik zuverlässig.
Bei besonders hohen Verfügbarkeitsanforderungen kommt AccurateFlow zum Einsatz. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird der Sauerstoffgehalt kontrolliert abgesenkt, sodass Brände rückstandsfrei und materialschonend unterdrückt werden – ohne Betriebsunterbrechung.
Die Detektion erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit hochsensitivem Rauchansaugsystem, das bereits geringste Partikel erkennt und eine schnelle, automatische Reaktion sicherstellt.
14 / Hochöfen
Schutzbereich
Hochöfen zählen zu den zentralen und zugleich brandgefährdetsten Anlagen der Metallurgie. Bei Temperaturen über 1.000 °C läuft der Prozess kontinuierlich, um aus Erz und Koks flüssiges Roheisen zu gewinnen. Aufgrund des Dauerbetriebs ist ein sofortiges Herunterfahren im Brandfall kaum möglich – die Brandschutztechnik muss daher unter extremen thermischen Bedingungen zuverlässig funktionieren.
Neben der Hauptanlage befinden sich zahlreiche Nebenaggregate wie Pfannen, Strangführungssysteme, Hydraulikanlagen und Förderbänder in unmittelbarer Umgebung. Ölführende Komponenten, Ablagerungen und Staub stellen zusätzliche Brandrisiken dar, insbesondere an heißen Oberflächen und beweglichen Teilen.
Risiken
- Entzündung von Hydraulik- und Schmierölen in der Nähe der Schmelze
- Brandgefährdung an Steuerungen, Pfannen- und Strangführungssystemen
- Funkenflug oder Glutübertrag durch Materialbewegung
- Ablagerungen und Staub in Verbindung mit hohen Betriebstemperaturen
Brandschutz
Für den Brandschutz an Hochöfen sind robuste, temperaturbeständige Systeme erforderlich.
Fein zerstäubende Wassernebel-Löschanlagen (z. B. Marioff-Technologie) schützen effektiv Bereiche vom Pfannendrehturm bis zum Auslaufrollgang. Sie kühlen metallische Oberflächen, reduzieren die Strahlungshitze und verhindern ein Übergreifen von Flammen.
Ergänzend kommen Flammen- und Wärmemelder zum Einsatz, die eine frühe Detektion ermöglichen und die Löschanlage automatisch auslösen.
So wird ein zuverlässiger Schutz auch unter extremen thermischen Bedingungen gewährleistet – ohne Beeinträchtigung des laufenden Produktionsprozesses.
15 / Aufenthalts- und Büroräume
Schutzbereich
Aufenthalts- und Büroräume zählen zu den am häufigsten genutzten Bereichen von Verwaltungs- und Betriebsgebäuden. Hier wird gearbeitet, kommuniziert und pausiert – dazu gehören Einzel- und Großraumbüros, Konferenzräume, Teeküchen, Aufenthaltszonen sowie angrenzende Verkehrsflächen. Diese Räume dienen nicht nur der täglichen Arbeitsorganisation, sondern auch dem Wohlbefinden und der Sicherheit des Personals. Durch die Vielzahl elektrischer Geräte und die häufige Nutzung entstehen besondere Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz.
Risiken
- Defekte an elektrischen Geräten (Computer, Monitore, Drucker, Beamer)
- Überhitzung von Beleuchtungs- oder Heizsystemen
- Kurzschlüsse oder Schmorbrände in Automaten oder Kleingeräten
- Entzündung leicht brennbarer Materialien wie Papier oder Textilien
- Unbeaufsichtigte Geräte in Küchen- oder Pausenbereichen
Brandschutz
Für Büroräume und Aufenthaltszonen eignen sich wasserbasierte Löschsysteme, die schnell und zuverlässig reagieren. Wassernebelanlagen bieten dabei eine besonders effiziente Lösung, da sie den Brandherd gezielt abkühlen und gleichzeitig den Wasserverbrauch sowie mögliche Folgeschäden deutlich reduzieren. In Bereichen mit höherer Brandlast oder großem Raumvolumen gewährleisten automatische Sprinkleranlagen einen flächendeckenden Schutz.– für maximale Personensicherheit und den Schutz betrieblicher Abläufe.
16 / Serverräume
Schutzbereich
Serverräume zählen zu den sensibelsten Bereichen moderner IT-Infrastrukturen. Hier werden zentrale Daten gespeichert, verarbeitet und über Netzwerke bereitgestellt. Die Systeme erfordern eine stabile Umgebung mit konstanter Temperatur, geregelter Luftfeuchtigkeit und unterbrechungsfreier Stromversorgung. Schon kurze Ausfälle oder Brandereignisse können schwerwiegende Folgen für betriebliche Abläufe und Datensicherheit haben – bis hin zu Produktionsstillständen oder wirtschaftlichen Schäden. Ein präzise abgestimmtes Brandschutzkonzept ist daher unverzichtbar.
Risiken
- Überhitzung von Server- und Netzwerksystemen
- Elektrische Defekte oder Kurzschlüsse
- Lokale Wärmestauungen durch fehlerhafte Luftführung
- Schnelle Brand- und Rauchentwicklung auch bei kleinen Zündquellen
- Hohe Folgeschäden durch Hitze, Rauch oder ungeeignete Löschmittel
Brandschutz
Für geschlossene IT-Bereiche bietet AccurateFlow einen hochwirksamen und rückstandsfreien Schutz. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird der Sauerstoffgehalt im Raum so weit reduziert, dass Brände zuverlässig unterdrückt werden – ohne Beeinträchtigung der Hardware. Die Löschung erfolgt gleichmäßig und kontrolliert, sodass der laufende Betrieb weitgehend aufrechterhalten bleibt.
Die Aktivierung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Rauchansaugsystem oder Multisensor-Detektion, die bereits minimale Partikelkonzentrationen erkennt und frühzeitig reagiert. So entsteht ein sauberes, nachhaltiges und betriebssicheres Brandschutzkonzept für sensible IT-Infrastrukturen.
Industrieanlagen
In Industrieanlagen kommt nahezu das gesamte Spektrum an Löschanlagentechnologien zum Einsatz. Abhängig von der jeweiligen Branche und der vorhandenen Brandlast – etwa durch gelagerte Stoffe oder spezielle Produktionsverfahren – wird ein individuelles Brandschutzkonzept entwickelt. Häufig werden dabei unterschiedliche Systeme kombiniert, zum Beispiel Sprinkleranlagen zum Schutz der Produktionsbereiche, Brandmeldeanlagen für Büro- und Verwaltungsräume sowie Gaslöschanlagen für empfindliche Elektro- und Serverräume. ACCURO betrachtet jedes Projekt ganzheitlich und integriert die passenden Systeme zu einem effizienten, exakt aufeinander abgestimmten Gesamtkonzept – sowohl national als auch international.
Lager
Industrielager stellen besondere Anforderungen an den Brandschutz. In den meisten Fällen kommen automatische Sprinkleranlagen zum Einsatz, die auf die spezifische Lagerstruktur und Brandlast abgestimmt sind.
Ist das Lagergut jedoch empfindlich gegenüber Löschwasser, oder würde eine große Wassermenge zu hohen Folgeschäden führen, ist der Einsatz von Wassernebelanlagen eine effiziente Alternative.
Für frostgefährdete Außenbereiche werden Trockenleitungen oder Systeme mit Frostschutzmittel eingesetzt.
In Sonderlägern, etwa für Gefahrgut, entwickelt ACCURO individuelle Schutzkonzepte, die Art und Menge der gelagerten Stoffe exakt berücksichtigen.
Produktion
In Produktionsbetrieben treffen hohe Energiedichten, laufende Maschinenprozesse und unterschiedlichste Materialien aufeinander – ein Umfeld, in dem selbst kleinste Zündquellen schwerwiegende Folgen haben können. Der Brandschutz in der industriellen Fertigung muss daher präzise auf die jeweiligen Prozesse, Stoffe und Anlagen abgestimmt sein.
ACCURO bietet hierfür ganzheitliche Brandschutzkonzepte – von der Risikoanalyse über die technische Planung bis hin zur Umsetzung und Inbetriebnahme. Abhängig von Produktionsart und Brandlast kommen dabei unterschiedliche Löschsysteme zum Einsatz, etwa Sprinkleranlagen für großflächige Produktionshallen, Sprühwasser- oder Wassernebelanlagen zur Maschinen- und Anlagenkühlung, Schaumlöschsysteme bei brennbaren Flüssigkeiten, Ölen oder Schmierstoffen sowie Gaslöschsysteme (AccurateFlow) für elektrische Steuerzentralen, Schalträume und Kontrollsysteme.
Ergänzt wird der Schutz durch Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sowie automatische Überwachungssysteme, die Brände frühzeitig erkennen und gezielt eindämmen. Durch diese Kombination aus präventiver Detektion, schneller Reaktion und reduziertem Löschmitteleinsatz schützt ACCURO nicht nur Produktionsanlagen und Maschinen, sondern gewährleistet auch die Kontinuität kritischer Fertigungsprozesse. So entstehen intelligente, effiziente und nachhaltige Brandschutzlösungen – perfekt abgestimmt auf die Anforderungen moderner Industrieproduktion.
Lösungsansatz


