
Beispiel: Recyclinganlage
Protected areas
01 / Anlieferung
Schutzbereich
Anlieferzonen dienen der Aufnahme und Zwischenlagerung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und bilden damit einen zentralen Bestandteil des innerbetrieblichen Materialflusses. Je nach Anlagenkonzept erfolgt die Anlieferung im Freien oder innerhalb überdachter Hallenbereiche – häufig existieren beide Varianten parallel. Charakteristisch sind eine hohe Fahrzeugfrequenz, intensiver Staplerverkehr und zeitweise gelagerte Materialien. Diese Faktoren führen zu einem erhöhten Brandrisiko, das ein zuverlässiges und anpassungsfähiges Schutzkonzept erfordert.
Risiken
- Selbstentzündung von angelieferten oder gelagerten Materialien
- Entstehung explosionsfähiger Atmosphären durch Staub oder Dämpfe
- Brandstiftung oder achtlos entsorgte Zigarettenreste im Außenbereich
- Technische Defekte an LKWs, Ladeeinrichtungen oder Fördermitteln
- Schnelle Brandausbreitung durch offene Bauweise und Luftzug
Brandschutz
In offenen Ladezonen und Außenbereichen kommen Infrarot- oder Wärmebildsysteme zur frühzeitigen Überwachung von Temperaturanstiegen zum Einsatz. Wird ein Hot Spot erkannt, erfolgt eine automatische Alarmierung der Brandmeldezentrale.
Zur gezielten Brandbekämpfung werden stationäre oder ferngesteuerte Löschmonitore eingesetzt, die wasser- oder schaumbasierte Löschmittel präzise auf den Brandherd richten und gleichzeitig angrenzende Strukturen kühlen.
In überdachten Hallenbereichen sorgen Sprinkler- oder Sprühwasserlöschsysteme für eine flächendeckende Brandunterdrückung – auch bei großen Raumhöhen oder erhöhtem Staubaufkommen.
Die Aktivierung erfolgt automatisch über eine Brandmeldeanlage mit Rauch-, Flammen- oder Wärmedetektion, die an die jeweiligen Umgebungsbedingungen angepasst ist und eine schnelle Reaktion sicherstellt.
02 / Manuelle Sortierbereiche
Schutzbereich
Manuelle Sortierbereiche sind geschlossene Arbeitskabinen, in denen Wertstoffe und Teilfraktionen per Hand kontrolliert und getrennt werden. Die Materialien werden über Förderbänder transportiert, entlang derer sich beidseitig Arbeitsplätze befinden. Beleuchtungs-, Belüftungs- und Klimatisierungssysteme sorgen für ergonomische Arbeitsbedingungen, erhöhen aber zugleich die elektrische und thermische Belastung in diesen Bereichen. Durch den kontinuierlichen Förderbetrieb und das anfallende Material entsteht eine erhöhte Brandgefährdung.
Risiken
- Überhitzung oder Defekte an elektrischen Komponenten in Beleuchtung oder Lüftung
- Heißgelaufene Rollenlager an angrenzender Fördertechnik
- Staub- oder Faseransammlungen mit hoher Entzündlichkeit
- Schnelle Brandausbreitung entlang der Förderstrecke
Brandschutz
In Sortierkabinen wird der Brandschutz durch Sprinkleranlagen sichergestellt, die in das bestehende Gebäudeschutzsystem integriert sind. Zusätzlich werden Brandmeldeanlagen mit optischen Rauch- oder Multisensor-Brandgasmeldern installiert, die Temperatur- und Rauchveränderungen präzise erfassen.
Bei erhöhter Staubbelastung kommen punktförmige Wärmemelder zum Einsatz, um Fehlalarme zu vermeiden und die Betriebssicherheit zu gewährleisten.
03 / Mechanische Aufbereitung von Wertstoffen
Schutzbereich
In der mechanischen Aufbereitung werden Wertstoffe zerkleinert, sortiert, getrennt und für die Wiederverwertung vorbereitet. Je nach Materialart kommen verschiedene Verfahren wie mechanische, magnetische oder pneumatische Trennung zum Einsatz. Typische Anlagenkomponenten sind Shredder, Brecher, Siebtrommeln, Windsichter, Magnetseparatoren und Vibrationsförderer.
Während dieser Prozesse entstehen durch Reibung, Schlagenergie und Materialkontakt erhebliche Wärmeentwicklungen. In Kombination mit Staubablagerungen und brennbaren Materialien resultiert daraus ein besonders hohes Brandrisiko – insbesondere in Recyclingbetrieben mit kontinuierlichem Anlagenbetrieb.
Risiken
- Überhitzung von Motoren, Rollenlagern oder Kompressoren
- Funkenbildung bei Trenn-, Wartungs- oder Schweißarbeiten
- Selbstentzündung von Fördergut oder Staubablagerungen
- Hohe Brandlast durch Materialkonzentration auf engem Raum
- Schnelle Brandausbreitung entlang von Förderstrecken
Brandschutz
Für Aufbereitungsanlagen ist ein schnell reagierendes und flächendeckendes Löschsystem unerlässlich. Sprühwasseranlagen mit Schaummittelzumischung von FireDos bieten hier eine besonders wirkungsvolle Lösung: Sie ermöglichen eine gleichmäßige Brandunterdrückung und verhindern die Ausbreitung auf benachbarte Anlagenteile.
Die Branddetektion erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Flammen- und Multisensor-Brandgasmeldern, die Temperatur, Rauch und Gase kombiniert auswerten und so eine frühe, täuschungssichere Aktivierung ermöglichen.
Kommen automatisch arbeitende Löschmonitore zum Einsatz, wird die Detektion und zielgenaue Führung des Monitors durch das DIAS-Erkennungssystem bewerkstelligt.
04 / Parkbereiche
Schutzbereich
Parkbereiche und Tiefgaragen sind integrale Bestandteile moderner Gebäudestrukturen. Sie dienen Mitarbeitenden, Kundinnen und Besucherinnen als Abstellflächen und sind häufig mehrstöckig oder unterirdisch angelegt. Aufgrund der hohen Fahrzeugdichte, der eingeschränkten Luftzirkulation und der intensiven Nutzung stellen sie besondere Anforderungen an Lüftung, Entrauchung und Brandschutz. Neben der Sicherheit von Personen stehen hier vor allem die Eindämmung von Fahrzeugbränden und die Vermeidung von Rauchausbreitung im Vordergrund.
Risiken
- Technische Defekte an Fahrzeugen (z. B. Kurzschlüsse, Batterie- oder Kraftstoffbrände)
- Unachtsames Rauchen oder offenes Feuer
- Brandstiftung oder vorsätzliche Zündquellen
- Schnelle Brand- und Rauchentwicklung durch enge Bebauung
- Hitzestau und unzureichende Entrauchung in tieferliegenden Zonen
Brandschutz
In Parkhäusern und Tiefgaragen werden bevorzugt wasserbasierte Löschsysteme eingesetzt, um Brände schnell zu unterdrücken und eine Ausbreitung auf benachbarte Fahrzeuge zu verhindern. Wassernebelanlagen von Marioff oder der Einsatz von VID Firekill-Löschdüsen bieten eine besonders effiziente und ressourcenschonende Lösung, da sie mit geringem Wasserverbrauch eine starke Kühlwirkung erzielen und Folgeschäden minimieren.
Bei großen Raumhöhen oder weitläufigen Parkdecks kommen automatische Sprinkleranlagen zum Einsatz, die über das vorhandene Löschwassernetz gespeist werden und eine gleichmäßige Flächenabdeckung gewährleisten. Durch den Einsatz einer Brandmeldeanlage mit Rauch- oder Wärmesensorik wird eine frühzeitige Alarmierung sichergestellt – für maximalen Personen- und Sachschutz in stark frequentierten Parkzonen.
05 / Aufenthalts- und Büroräume
Schutzbereich
Aufenthalts- und Büroräume zählen zu den am häufigsten genutzten Bereichen von Verwaltungs- und Betriebsgebäuden. Hier wird gearbeitet, kommuniziert und pausiert – dazu gehören Einzel- und Großraumbüros, Konferenzräume, Teeküchen, Aufenthaltszonen sowie angrenzende Verkehrsflächen. Diese Räume dienen nicht nur der täglichen Arbeitsorganisation, sondern auch dem Wohlbefinden und der Sicherheit des Personals. Durch die Vielzahl elektrischer Geräte und die häufige Nutzung entstehen besondere Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz.
Risiken
- Defekte an elektrischen Geräten (Computer, Monitore, Drucker, Beamer)
- Überhitzung von Beleuchtungs- oder Heizsystemen
- Kurzschlüsse oder Schmorbrände in Automaten oder Kleingeräten
- Entzündung leicht brennbarer Materialien wie Papier oder Textilien
- Unbeaufsichtigte Geräte in Küchen- oder Pausenbereichen
Brandschutz
Für Büroräume und Aufenthaltszonen eignen sich wasserbasierte Löschsysteme, die schnell und zuverlässig reagieren. Wassernebelanlagen bieten dabei eine besonders effiziente Lösung, da sie den Brandherd gezielt abkühlen und gleichzeitig den Wasserverbrauch sowie mögliche Folgeschäden deutlich reduzieren. In Bereichen mit höherer Brandlast oder großem Raumvolumen gewährleisten automatische Sprinkleranlagen einen flächendeckenden Schutz.– für maximale Personensicherheit und den Schutz betrieblicher Abläufe.
06 / Mechanische Förderanlagen
Schutzbereich
Mechanische Förderanlagen sind ein wesentlicher Bestandteil vieler industrieller Produktionsprozesse. Sie transportieren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe über Band-, Rollen- oder Kettenförderer zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen. Die Anlagen können offen oder eingehaust ausgeführt sein und verlaufen häufig über mehrere Ebenen und Gebäudebereiche. Aufgrund der permanenten Bewegung, der Reibung und der Nähe zu weiteren Produktionsanlagen stellen sie ein erhöhtes Brandrisiko dar, das eine schnelle und gezielte Löschreaktion erfordert.
Risiken
- Überhitzung von Rollenlagern, Antrieben oder Wellen
- Funkenbildung durch Wartungs- oder Schweißarbeiten
- Selbstentzündung des Förderguts durch Reibung oder Materialablagerungen
- Brandausbreitung entlang der Förderstrecken
- Erschwerte Brandbekämpfung durch geschlossene Konstruktionen oder Materialströme
Brandschutz
Für Förderanlagen werden Sprühwasserlöschsysteme eingesetzt, die eine sofortige und flächendeckende Reaktion entlang der gesamten Förderstrecke ermöglichen. Sie unterdrücken offene Flammen effektiv und verhindern eine Brandausbreitung auf benachbarte Anlagenteile.
In sensiblen Produktionsbereichen oder bei geringem Wasserbedarf kommen fein zerstäubende Wassernebelanlagen zum Einsatz. Sie senken Temperaturen rasch ab, binden Rauchpartikel und minimieren Folgeschäden.
Die Detektion erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Flammen- oder Multisensor-Brandgasmeldern, die Temperatur- und Rauchveränderungen präzise erfassen.
07 / Lagerräume
Schutzbereich
Lagerräume dienen der geordneten Aufbewahrung von Materialien, Produkten und Betriebsmitteln. Je nach Nutzung können dort Büro- und Verbrauchsartikel, Reinigungs- und Hygieneprodukte, Werkzeuge, Ersatzteile oder Verkaufswaren untergebracht sein. In einigen Fällen sind auch Kühl- oder Tiefkühlzellen integriert, die besondere Anforderungen an Lüftung, Temperaturregelung und Brandschutz stellen. Die Vielfalt der eingelagerten Güter und Verpackungsmaterialien führt zu unterschiedlichen Brandlasten und erfordert ein abgestimmtes Schutzkonzept.
Risiken
- Kurzschlüsse in elektrischen Leitungen oder Verteilerschränken
- Unachtsam entsorgte Zigaretten oder andere Zündquellen
- Hohe Brandlast durch dicht gelagerte Materialien und Verpackungen
- Schnelle Brandausbreitung bei fehlender Brandabschnittstrennung
- Überhitzung von Geräten oder Beleuchtungssystemen
Brandschutz
Für Lager- und Logistikbereiche kommen vorwiegend Sprinkler- oder Sprühwasserlöschanlagen zum Einsatz. Sie gewährleisten eine flächendeckende Kühlung und schnelle Brandunterdrückung, wobei Sprinkler je nach Lagertyp auch direkt in Regalsysteme integriert werden können. Tiefkühlzellen werden mithilfe von Trockensprinklern sicher in das Löschkonzept eingebunden, um das Einfrieren des Rohrnetzes zu verhindern.
In abgeschlossenen oder besonders wertstoffhaltigen Lagerräumen ergänzt AccurateFlow den Schutz wirkungsvoll. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird die Sauerstoffkonzentration reduziert und eine Verbrennung zuverlässig unterdrückt – rückstandsfrei, materialschonend und wartungsarm
08 / Serverräume
Schutzbereich
Serverräume zählen zu den sensibelsten Bereichen moderner IT-Infrastrukturen. Hier werden zentrale Daten gespeichert, verarbeitet und über Netzwerke bereitgestellt. Die Systeme erfordern eine stabile Umgebung mit konstanter Temperatur, geregelter Luftfeuchtigkeit und unterbrechungsfreier Stromversorgung. Schon kurze Ausfälle oder Brandereignisse können schwerwiegende Folgen für betriebliche Abläufe und Datensicherheit haben – bis hin zu Produktionsstillständen oder wirtschaftlichen Schäden. Ein präzise abgestimmtes Brandschutzkonzept ist daher unverzichtbar.
Risiken
- Überhitzung von Server- und Netzwerksystemen
- Elektrische Defekte oder Kurzschlüsse
- Lokale Wärmestauungen durch fehlerhafte Luftführung
- Schnelle Brand- und Rauchentwicklung auch bei kleinen Zündquellen
- Hohe Folgeschäden durch Hitze, Rauch oder ungeeignete Löschmittel
Brandschutz
Für geschlossene IT-Bereiche bietet AccurateFlow einen hochwirksamen und rückstandsfreien Schutz. Durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) wird der Sauerstoffgehalt im Raum so weit reduziert, dass Brände zuverlässig unterdrückt werden – ohne Beeinträchtigung der Hardware. Die Löschung erfolgt gleichmäßig und kontrolliert, sodass der laufende Betrieb weitgehend aufrechterhalten bleibt.
Die Aktivierung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit Rauchansaugsystem oder Multisensor-Detektion, die bereits minimale Partikelkonzentrationen erkennt und frühzeitig reagiert. So entsteht ein sauberes, nachhaltiges und betriebssicheres Brandschutzkonzept für sensible IT-Infrastrukturen.
09 / Wanddurchbrüche
Schutzbereich
Wanddurchbrüche (z. B. für Förderbänder, Rohrleitungen oder Materialübergaben) durchbrechen die bauliche Brandabschnittsbildung und schaffen potenzielle Wege für Feuer, Rauch und Hitze. Zur Aufrechterhaltung der geforderten Abtrennung werden an diesen Durchbrüchen wasserbasierte Barrieren — „Wasserwände“ oder Wasservorhänge — installiert. Diese Systeme erzeugen eine geschlossene, gleichmäßige Wasserschicht vor der Öffnung und sichern so die geforderte Trennung zwischen benachbarten Brandzonen, ohne die Funktion der Durchlässe wesentlich zu beeinträchtigen.
Risiken
- Direkte Brandausbreitung durch den Durchbruch
- Raucheintrag und Hitzestrahlung in angrenzende Abschnitte
- Funken- oder Glutübertrag über Fördereinrichtungen
- Unzureichende Wasserdeckung durch Druck- oder Düsenfehler
- Vereisung, Verstopfung oder Korrosion von Düsen und Leitungen
- Fehlbedienung oder mangelhafte Wartung der Anlage
Brandschutz
Die Wasserwand arbeitet mit einer gezielten Düsenanordnung und hydraulischer Bereitstellung (Monitornetz), die eine durchgehende, überlappende Wasserfläche vor der Öffnung erzeugt. Typische Merkmale sind redundante Pumpen, Druckhaltebehälter, Frost- und Korrosionsschutz, druckgeregelte Ventile sowie ein kontrolliertes Entwässerungssystem. Die Auslösung erfolgt automatisch über die Brandmeldeanlage (Flammen-, Wärme- oder Ansaugrauchdetektion) und kann manuell über eine örtliche Steuerung ergänzt werden.
Bei erhöhter Gefahr flüssiger Brandstoffe lässt sich die Wasserwand mit Schaummitteldosierung kombinieren; ansonsten gewährleistet reiner Wassernebel/Wasserfilm eine schnelle Abkühlung, Unterbindung von Wärmestrahlung und wirksame Barrierewirkung. Regelmäßige Funktionstests, Inspektion der Düsen und dokumentierte Wartungszyklen sind Voraussetzung für dauerhafte Wirksamkeit.
10 / Elektro- & Schalträume
Schutzbereich
Elektro- und Schalträume sind zentrale Steuer- und Verteilbereiche industrieller Anlagen. Sie enthalten Schaltfelder, Steuergeräte und Kommunikationskomponenten, die den Betrieb elektrischer und automatisierter Prozesse sicherstellen. Die Anlagen sind häufig auf Doppelböden installiert, unter denen umfangreiche Verkabelungen verlaufen. Aufgrund der hohen Energiedichte und der zentralen Bedeutung für die Gesamtanlage können bereits kleine Störungen zu Produktionsausfällen oder Systemfehlern führen.
Risiken
- Elektrische Kurzschlüsse durch Überlastung oder Isolationsfehler
- Überhitzung infolge unzureichender Belüftung
- Entzündung von Kabelisolierungen oder Kunststoffgehäusen
- Technische Defekte oder Bedienfehler
- Staub- und Schmutzablagerungen in Schaltfeldern
Brandschutz
AccurateFlow schützt Elektro- und Schalträume durch den gezielten Einsatz von Inertgasen (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) und sorgt für eine schnelle, rückstandsfreie Brandunterdrückung. Die Sauerstoffkonzentration wird so weit reduziert, dass die Verbrennungsreaktion stoppt, ohne die empfindliche elektrische Infrastruktur zu beeinträchtigen.
Die Aktivierung erfolgt über eine Brandmeldeanlage mit hochsensitivem Rauchansaugsystem oder punktförmiger Detektion. Dadurch wird eine frühzeitige Auslösung sichergestellt – für maximale Betriebssicherheit und minimale Stillstandszeiten.
11 / Press- und Verdichtungssysteme
Schutzbereich
Press- und Verdichtungssysteme dienen der Volumenreduzierung und Aufbereitung von Wertstoffen zu Ballen oder Briketts. Je nach Material und Verfahren arbeiten die Anlagen mit hydraulischem Druck, Wärme oder Bindemitteln. Durch die Kombination aus hohen Kräften, erhöhter Temperatur und ölführenden Systemen entsteht ein erhöhtes Brandrisiko – insbesondere in geschlossenen oder teilgeschlossenen Anlagenbereichen mit kontinuierlichem Betrieb.
Risiken
- Ablagerungen von Hydraulik- oder Thermoölen auf heißen Oberflächen
- Leckagen in hydraulischen Leitungen oder Anschlüssen
- Selbstentzündung durch Reibungswärme oder Überhitzung der Pressmechanik
- Funkenbildung bei Wartungs-, Reinigungs- oder Reparaturarbeiten
Brandschutz
Für hydraulisch betriebene Pressen und Verdichtungsanlagen bieten Sprühwasser-Löschsysteme mit Schaummittelzumischung von FireDos, einen zuverlässigen Schutz. Sie wirken effektiv gegen ölhaltige Brandlasten, kühlen rasch und verhindern die Brandausbreitung.
Alternativ können fein zerstäubende Wassernebelanlagen eingesetzt werden. Sie reduzieren den Löschwasserbedarf erheblich, senken die Temperatur schnell ab und schützen empfindliche Elektronik vor Sekundärschäden.
Die Branderkennung erfolgt über Flammen- oder Multisensor-Brandgasmelder, die an die zentrale Brandmeldeanlage angebunden sind und eine schnelle, automatische Auslösung ermöglichen.
In geschlossenen Anlagenbereichen lässt sich der Schutz durch AccurateFlow ergänzen. Das System nutzt Inertgase (IG-100, IG-01, IG-55, IG-541) zur rückstandsfreien Brandunterdrückung – ideal für Bereiche, in denen Wasser oder Schaum nicht eingesetzt werden kann.
12 / Müllverbrennungsanlage
Schutzbereich
Müllverbrennungsanlagen dienen der thermischen Behandlung von Haus-, Gewerbe- und Industrieabfällen zur Energiegewinnung. Der Verbrennungsprozess erfolgt in mehreren Stufen – von der Anlieferung und Aufgabe des Brennstoffs über den Rost- oder Drehrohrofen bis hin zur Rauchgasreinigung und Energierückgewinnung.
Durch hohe Temperaturen, brennbare Rückstände und komplexe Förder- und Luftführungssysteme entsteht ein anspruchsvolles Brandrisiko. Neben dem Ofen selbst zählen auch Brennstoffzuführungen, Ascheförderer, Filteranlagen und Kesselbereiche zu den besonders kritischen Zonen.
Risiken
- Einschleppung von Glutnestern aus dem Müllbunker in die Brennstoffzufuhr
- Rückzündungen oder Verpuffungen im Ofen- und Zufuhrbereich
- Ablagerungen brennbarer Stoffe in Kanälen, Filtern und Wärmetauschern
- Überhitzung von mechanischen oder elektrischen Komponenten
- Staubexplosionen in der Rauchgasreinigung oder beim Aschetransport
Brandschutz
Ein wirkungsvoller Brandschutz für Müllverbrennungsanlagen erfordert ein mehrstufiges Schutzkonzept.
In Brennstoffzuführungen, Förder- und Filterbereichen kommen Sprühwasser- oder fein zerstäubende Wassernebel-Löschsysteme zum Einsatz, die Brände rasch unterdrücken und eine Rückzündung verhindern.
Die Branddetektion erfolgt über Flammen- und Wärmemelder, kombiniert mit IR-/UV-Sensorik zur Früherkennung von Zündquellen und Glutnestern.
So wird ein sicherer, unterbrechungsfreier Betrieb auch unter extremen thermischen und mechanischen Bedingungen gewährleistet.
Recycling & Abfallverwertung
In Recycling- und Müllverbrennungsanlagen ist das Verbrennen von Abfällen ein fester Bestandteil des Betriebs. Kritisch wird es jedoch, wenn es zu einem unkontrollierten Brand kommt. Solche Vorfälle sind leider keine Seltenheit und können sich rasch zu einer ernsten Gefahr entwickeln.
Die hohe Brandlast der gelagerten Materialien bietet enormes Potenzial für eine schnelle und zerstörerische Brandausbreitung. Ein solcher Brand gefährdet nicht nur die Menschen vor Ort, sondern kann auch erhebliche Umweltbelastungen, Betriebsunterbrechungen und wirtschaftliche Schäden verursachen. Darüber hinaus leidet häufig auch das öffentliche Ansehen des Unternehmens.
Um diesen Risiken wirksam zu begegnen, ist ein ganzheitliches, maßgeschneidertes Brandschutzkonzept unerlässlich. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die frühzeitige Detektion und die sofortige Unterdrückung entstehender Brände.
Der Einsatz automatischer Löschanlagen ermöglicht es, Brände bereits in ihrer Entstehungsphase zu stoppen – noch bevor sie sich ausbreiten und zu einer ernsthaften Bedrohung für Betrieb, Umwelt und Umfeld werden.
Kraftwerke
Der Brandschutz in Kraftwerken umfasst die gesamte Palette moderner Lösch- und Branderkennungssysteme. Je nach Anlagentyp kommen Sprühwasser-, Wassernebel-, Schaum- oder Gaslöschanlagen sowie hochsensible Brandmelde- und Überwachungssysteme zum Einsatz.
ACCURO hat weltweit zahlreiche Kraftwerke ausgestattet – in enger Abstimmung mit internationalen Partnern und Betreibern. Die Projektierung erfolgt stets kunden- und länderspezifisch, um die höchsten Sicherheitsstandards zu erfüllen.
Neben der technischen Expertise zeichnet ACCURO besonders die internationale Erfahrung aus: Interkulturelle Kompetenz und Verständnis für regionale Anforderungen tragen maßgeblich zum Erfolg komplexer Energieprojekte bei.
Lösungsansatz

Sprühwasseranlagen
Gaslöschanlagen
Wassernebelanlagen
Schaumlöschanlagen
Öltankfarmen
In Tanklagern und Raffinerien, in denen brennbare Flüssigkeiten wie Benzin, Diesel oder Kerosin gelagert werden, ist der Einsatz von Löschschaum die einzig wirksame Methode, um Brände sicher zu bekämpfen. Das Löschkonzept wird dabei stets individuell an die jeweilige Tankbauart und das gelagerte Medium angepasst.
Bei Schwimmdachtanks liegt der Fokus auf den sensiblen Kontaktstellen zwischen Flüssigkeit und Sauerstoff. Hier kommt eine Rim-Seal-Löschanlage zum Einsatz, die in Kombination mit einem Linear-Wärmemelderkabel Brände frühzeitig erkennt und gezielt löscht.
Festdachtanks werden hingegen durch das Einbringen von Löschschaum in den Tank geschützt. Der Schaum schwimmt auf der brennenden Flüssigkeit, trennt sie von der Sauerstoffzufuhr und erstickt dadurch das Feuer. Ergänzend wird die Außenhaut der Tanks über Kühlringleitungen mit Düsen kontinuierlich mit Wasser besprüht. Diese permanente Kühlung verhindert ein Überhitzen und reduziert das Risiko, dass sich ein Brand von einem Tank auf benachbarte Anlagen ausbreitet.
Lösungsansatz

Schaumlöschanlagen
Marine / Offshore / Bohrinseln
Auf See stellt der Brandschutz eine besondere Herausforderung dar: Enge Raumverhältnisse, hohe Temperaturen und komplexe Maschinenanlagen erfordern Systeme, die zugleich effizient, sicher und zuverlässig arbeiten. Hochdruck-Wassernebelanlagen bieten hier die effektivste Lösung. Sie löschen Brände schnell und gezielt, während sie den Betrieb kaum beeinträchtigen.
Zu ihren wesentlichen Vorteilen zählen der geringe Löschwasserbedarf, die Umweltfreundlichkeit durch den Verzicht auf Schadstoffe, die Zulassung für den Marinebereich sowie die Unschädlichkeit für Personen. Darüber hinaus verursachen sie nur minimale Wasserschäden, wirken auch in schwer zugänglichen oder verwinkelten Bereichen und gewährleisten so höchste Betriebssicherheit.
Wassernebel-Systeme vereinen damit effiziente Brandbekämpfung mit maximaler Sicherheit – ideal für den Einsatz auf Schiffen, Bohrinseln und Offshore-Plattformen.
Lösungsansatz

Wassernebelanlagen
Gaslöschanlagen
Transformatoren
Bei Transformatoren und Umspannstationen besteht Brandgefahr durch die Überhitzung von Isolationsölen. Wird deren Entzündungstemperatur überschritten, kann es zur explosionsartigen Brandentwicklung kommen.
Zur Branddetektion werden lineare Wärmemelderkabel eingesetzt, die Temperaturveränderungen sofort registrieren. Als Löschtechnik kommen Sprühwasserlöschanlagen zum Einsatz.
Diese Systeme sorgen für eine gleichmäßige Wasserverteilung über den gesamten Schutzbereich, kühlen überhitzte Komponenten rasch ab und verhindern ein Wiederentzünden.
Dank der schnellen und gezielten Löschung können Anlagen nach kurzer Revision wieder in Betrieb genommen werden – ohne lange Ausfallzeiten.
Lösungsansatz
